Migrant*innen in Medien

Ein menschenwürdiges Leben ist ohne Teilhabe nicht möglich
Teilhabe als Menschenrecht ist jedem Menschen zuzugestehen, gleich, wo er sich auf der Welt aufhält. Das Recht auf Teilhabe ist ein universales Menschenrecht und findet sich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen wieder.

Teilhabe als Menschenrecht

Das Recht auf Teilhabe ist ein universales Menschenrecht und findet sich dementsprechend in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen wieder. Es lässt sich aus den Freiheitsrechten, insbesondere dem Recht auf Freiheit der Person sowie dem Recht auf allgemeine Handlungsfreiheit, ableiten. Irrtümlicherweise wird dieses Menschenrecht weithin immer noch als Bürgerrecht verstanden, also als Recht, das lediglich den Staatsbürgern eines Nationalstaates von ihrer Staatsmacht garantiert wird. Da sich das Recht auf Teilhabe jedoch unmittelbar aus dem Prinzip der Menschenwürde herleitet ist es jedem Menschen bedingungslos zu gewährleisten.

Ein menschenwürdiges Leben ist ohne Teilhabe nicht möglich

Die Würde eines Menschen zu achten, bedeutet, zu respektieren, dass Menschen grundlegende Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten besitzen, deren Achtung das unumstößliche Fundament im Umgang der Menschen miteinander, erst recht aber in der Beziehung zwischen Regierungen und Individuen darstellt.
Neben den unabdingbaren Grundvoraussetzungen menschlichen Lebens, der Verfügung über die Mittel biologisch-leiblicher Subsistenz (also Essen, Trinken und einen geschützten Platz zum Schlafen) sowie leibliche und seelische Unversehrtheit, lassen sich weitere Voraussetzungen menschlicher Würde ausmachen. Dazu gehören:

  • Der Anspruch auf Privatheit und die Möglichkeit zur Gestaltung eines privaten Lebensraumes sowie die Achtung familiärer und familienähnlicher Zusammenhänge;
  • die Möglichkeit zur Entwicklung einer selbstbestimmten Lebensperspektive;
  • der Anspruch auf Bildung und Ausbildung zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit;
  • die Möglichkeit zu politischer, gesellschaftlicher und kultureller Partizipation.

Als Grundbedingung für ein menschenwürdiges Leben handelt es sich bei Teilhabe also keinesfalls um ein „Kann-Recht“, sondern um die ethische und rechtliche Verpflichtung eines jeden liberal-demokratisch verfassten Staates. Teilhabe als Menschenrecht ist jedem Menschen zuzugestehen, gleich wo er sich auf der Welt aufhält. Dies gebietet allen voran die Achtung der Menschenwürde als höchstes moralisches Gut.

Teilhabe beginnt mit Wahrnehmung - Migrantenorganisationen aus Sachsen-Anhalt stellen sich vor

Migrant*innen in Medien will Migrantenorganisationen als (Mit-)Gestalter des Gemeinwesens sichtbar machen. Mit Workshops werden sie in ihrer Medienkompetenz unterstützt, um ihre Arbeit vorzustellen, diese zu dokumentieren und in der Öffentlichkeit nutzbar zu machen.
Ein Projekt des
In Kooperation mit

Gefördert durch: